Resource-Planner-Blog

Best Practices für die Umsatzprognose im Jahr 2026

Prognoseansicht in ResourcePlanner

Die meisten Teams nutzen ein Planungsboard, um eine Frage zu beantworten: „Wer macht nächste Woche was?“

Doch Einsatzplanung bedeutet nicht nur, alle Mitarbeitenden auszulasten. Dahinter verbirgt sich eine wichtigere Frage: „Wie viel Geld werden wir nächsten Monat verdienen?“

Ihre erwartete Umsatzprognose sollte nicht nur in Excel oder in Ihrer Buchhaltungssoftware existieren. Sie sollte direkt mit Ihrer Einsatzplanung verknüpft sein.

Denn Umsatz entsteht durch Arbeit — und Arbeit ist auf Ihrer Zeitleiste sichtbar.

Wichtige Überlegungen, Modelle und Ansätze

Bevor wir tiefer in Best Practices für die Vorhersage Ihrer finanziellen Ergebnisse einsteigen, müssen wir uns verschiedene Modelle und Ansätze ansehen. Das Verständnis dieser Konzepte ist entscheidend, um die Genauigkeit von Umsatzprognosen beurteilen zu können.

Vier Arten von Arbeit und ihre Prognosegenauigkeit

Time & Material (Hohe Genauigkeit). In diesem Fall ist die finanzielle Vorhersagbarkeit hoch und unkompliziert: Umsatz = geplante Stunden × Stundensatz. Die Abrechnung erfolgt in der Regel monatlich, was den Cashflow sehr gut planbar macht.

Festpreis (Schwankende Prognosen). Der Umsatz wird auf Basis geplanter Stunden prognostiziert, doch die Arbeit kann früher oder später als erwartet abgeschlossen werden. Das ist einer der Gründe, warum die Pflege historischer Daten wichtig ist — sie hilft dabei, die Prognosegenauigkeit auf Grundlage vorheriger Zeiträume zu verbessern. Die Abrechnung erfolgt in diesem Modell in der Regel meilensteinbasiert, wodurch der Cashflow weniger gut vorhersagbar ist. Das ist auch ein Grund, warum Meilensteintermine so oft verschoben werden.

SLA-Arbeit (Schwankende Prognosen). Verträge auf Basis von Service Level Agreements (SLA), wie sie in Softwareentwicklungsagenturen üblich sind, bringen eine weitere Ebene in die Umsatzprognose. Bei SLA-basierter Arbeit zahlen Kundinnen und Kunden typischerweise eine feste monatliche Gebühr im Austausch für garantierte Verfügbarkeit, Reaktionszeiten oder eine vordefinierte Anzahl an Supportstunden. Auf dem Papier führt das zu sehr gut planbaren Umsätzen — oft sogar stabiler als klassische Time-&-Material-Projekte. Allerdings konkurriert SLA-Arbeit mit Projektarbeit um dieselben Ressourcen. Wenn ein Kunde plötzlich mehr Supportstunden in Anspruch nimmt als erwartet, wird die Kapazität Ihres Teams umverteilt. Das kann die Verfügbarkeit unbemerkt verringern und sich negativ auf den Umsatz anderer Projekte auswirken.

Interne, nicht abrechenbare Arbeit (Hohe Genauigkeit). Nicht jede Arbeit erzeugt Umsatz. Interne Initiativen, Schulungen oder Community-Projekte beanspruchen dennoch wertvolle Stunden. In ResourcePlanner können Sie für nicht abrechenbare Projekte den Abrechnungssatz auf null setzen, sodass jede zugewiesene Zeit Kosten widerspiegelt, ohne den Umsatz künstlich zu erhöhen. Diese Transparenz ermöglicht es Ihnen, die Auswirkungen interner Arbeit auf den Unternehmensumsatz zu sehen — wenn viele Ressourcen Zeit für nicht abrechenbare Projekte aufwenden, sinkt die prognostizierte Umsatzhöhe entsprechend, selbst wenn alle ausgelastet sind. Außerdem hilft dies dabei, strategische interne Arbeit von echter Leerlaufzeit zu unterscheiden. Aus Genauigkeitssicht gilt: Wenn diese Zeit strikt begrenzt ist, lassen sich die finanziellen Auswirkungen klar messen.

Zwei Prognosemodelle

Vertriebs-Pipeline-Prognose: Konzentriert sich auf die Wahrscheinlichkeit, Abschlüsse in der Vertriebs-Pipeline zu erzielen. Die Prognose des Vertriebs ist äußerst wichtig — ohne Vertrieb gibt es keine abrechenbare Arbeit, die erbracht werden kann. Nahezu jedes CRM, etwa Pipedrive, bietet Vertriebsprognosen. Doch selbst nach dem Verkauf müssen Sie noch liefern, um bezahlt zu werden.

Ressourcengetriebene Prognose: Konzentriert sich auf die tatsächlich geplante Arbeit des Teams und wandelt geplante Stunden in prognostizierten Umsatz um.

Bündelung von Urlaubszeiten

Urlaub, Feiertage und Krankheitsausfälle verringern die Kapazität. Wenn Ausfallzeiten nicht berücksichtigt werden, wird Ihre Prognose den Umsatz überschätzen. Ermutigen Sie Ihr Team, geplante Urlaube frühzeitig zu erfassen, damit Einsatzplanung und Umsatzprognose entsprechend angepasst werden. So vermeiden Sie Überraschungen beim Cashflow, wenn mehrere Personen gleichzeitig abwesend sind.

Die Rolle historischer Aufzeichnungen

Prognosen sind Vorhersagen — sie stimmen nicht immer mit der Realität überein. Der Wert historischer Aufzeichnungen liegt in der Möglichkeit, prognostizierten Umsatz mit dem tatsächlichen Umsatz zu vergleichen, saisonale Muster zu erkennen und das Wachstum im Jahresvergleich nachzuverfolgen.

Wenn Ihr Ziel in diesem Jahr 10 % Wachstum ist, sollte Ihre monatliche Prognose bereits ungefähr 10 % höher liegen als im Vorjahr. Ist das nicht der Fall, ist Ihr Wachstumsziel möglicherweise nicht realistisch.

Best Practices für die Umsatzprognose

Daten zentralisieren: Halten Sie Kapazitäten, Einsatzpläne, Meilensteinverfolgung und Sätze in einem System zusammen. Resource Planner ermöglicht es Ihnen, Sätze pro Rolle oder Projekt festzulegen, damit Prognosen den Umsatzmix präzise abbilden.

Prognosen zuerst aus Kapazitätsgrenzen ableiten: Beginnen Sie mit verfügbaren Teammitgliedern und Arbeitsstunden, einschließlich Urlauben und Trends bei Krankheitsausfällen. Ihre Prognose kann die physische Realität nicht übersteigen.

Überbuchung und Unterauslastung überwachen: Überbuchung bläht Prognosen auf, während Unterauslastung auf entgangene Umsatzchancen hinweist.

Kontinuierlich aktualisieren: Prognosen sind lebende Dashboards. Aktualisieren Sie Einsatzpläne, wenn sich Projekte ändern, neue Abschlüsse zustande kommen oder sich die Verfügbarkeit von Mitarbeitenden verschiebt.

Interne Arbeit in die Planung einbeziehen, aber strikt zeitlich begrenzen: Ignorieren Sie nicht abrechenbare Projekte nicht. Setzen Sie ihren Satz auf null, damit die Prognose ihre Auswirkungen auf den Umsatz widerspiegelt, halten Sie ihre Zuweisung jedoch in angemessenen Grenzen.

Nachverfolgen und verbessern: Vergleichen Sie regelmäßig den prognostizierten Umsatz mit dem tatsächlichen Umsatz und passen Sie Ihre Annahmen auf Grundlage der historischen Entwicklung an.

Abschließender Gedanke

Eine präzise Umsatzprognose ist kein Nice-to-have. Sie schützt Ihr Unternehmen.

Ihr Planungsboard sollte nicht nur beantworten: „Wer macht was?“

Es sollte beantworten: „Wie viel werden wir verdienen?“

Die Ansicht für Planung, Prognose und Berichterstattung von Resource Planner gibt Ihnen einen klaren Überblick darüber, wohin sich Ihr Unternehmen entwickelt. Sie hilft Ihnen dabei, Personaleinsatz und Nachfrage aufeinander abzustimmen, den Cashflow zu steuern, unrealistische Erwartungen zu vermeiden und die Rentabilität zu maximieren.

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