Resource-Planner-Blog
Zeiterfassung in der Ressourcenplanung: von geplanter Kapazität zu tatsächlicher Arbeit
Ressourcenplanung beschreibt, was geschehen soll. Zeiterfassung zeigt, was tatsächlich geschehen ist. Wenn beide Perspektiven im selben System zusammenlaufen, können Teams künftige Arbeit anhand realer Erkenntnisse statt bloßer Annahmen planen.
Deshalb haben wir Resource Planner um die Zeiterfassung erweitert. Entscheidend ist nicht nur, dass es jetzt einen Timer gibt. Der eigentliche Nutzen entsteht durch die Verbindung von geplanter Kapazität, tatsächlich geleisteter Arbeit und einer besseren zukünftigen Planung.
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Der Wochenkalender zeigt, wann die Arbeit stattgefunden hat. Über den Timer in der Kopfzeile lässt sich die Zeiterfassung für ein zuletzt verwendetes Projekt oder eine Aufgabe direkt starten.
Warum Zeiterfassung in ein Ressourcenplanungstool gehört
Ein Kapazitätsplan ist ein Modell der Zukunft. Er beruht auf den Informationen, die bei seiner Erstellung verfügbar waren: dem erwarteten Aufwand, den Terminen, den Verfügbarkeiten, den Projektprioritäten und den Personen, denen die Arbeit zugewiesen wurde. Selbst ein sorgfältig erstellter Plan enthält weiterhin Annahmen.
Die tatsächlich geleistete Arbeit liefert die fehlende Rückmeldung. Sie kann zeigen, dass eine bestimmte Aufgabenart regelmäßig länger dauert als erwartet, dass Besprechungen mehr Kapazität beanspruchen als vorgesehen oder dass sich die Arbeit auf mehr Projekte verteilt als angenommen. Mit diesen Erkenntnissen wird der nächste Plan realistischer.
Wenn die Projektzeiterfassung direkt in Resource Planner stattfindet, wird diese Rückkopplung deutlich kürzer. Derselbe Arbeitsbereich beantwortet dann zwei zusammengehörige Fragen:
- Was haben wir für unsere Mitarbeiter und Projekte geplant?
- Wofür setzt das Team seine Zeit tatsächlich ein?
Dadurch wird Planung nicht zu einer automatischen Formel. Der Kontext bleibt wichtig, und ein Manager muss die Daten weiterhin einordnen. Für die Kapazitätsplanung entsteht jedoch eine wesentlich bessere Grundlage als durch Schätzungen allein. Wenn das Thema für Sie neu ist, zeigt unser Leitfaden zur Ressourcen- und Kapazitätsplanung, wie Arbeitslast, Verfügbarkeit und Prioritäten zusammenspielen.
Tatsächliche Arbeit erfassen, ohne den Planungskontext zu verlassen
Der Timer ist direkt in der Hauptnavigation von Resource Planner verfügbar. Für einen neuen Zeiteintrag muss daher keine separate Anwendung geöffnet werden. Teammitglieder können beschreiben, woran sie arbeiten, eine Startzeit wählen und den Eintrag mit einem Projekt oder einer konkreten Aufgabe verknüpfen. Resource Planner schlägt außerdem zuletzt verwendete Arbeitsziele vor und ermöglicht die Suche in den Projekten und Aufgaben, auf die die jeweilige Person zugreifen darf.
Diese Verknüpfung ist wichtig, denn eine Dauer ohne Kontext sagt nur wenig aus. Aus „zwei Stunden“ werden verwertbare Planungsdaten, wenn sie einem Projekt, einer Aufgabe und einer Beschreibung wie „Langsamen Endpunkt untersuchen“ oder „Architektur besprechen“ zugeordnet sind.
Gewohnte Arbeitsweisen bleiben dabei möglich. Nutzer können:
- Einen laufenden Timer in der Kopfzeile starten und stoppen.
- Die Beschreibung oder das Projekt ändern, während der Timer läuft.
- Abgeschlossene Arbeitszeit nachträglich manuell erfassen.
- Start, Ende, Beschreibung oder Arbeitsziel ihrer eigenen Einträge korrigieren.
- Einen fehlerhaften eigenen Eintrag löschen.
Die Kalenderansicht ordnet diese Einträge auf einer Wochen- oder Monatszeitleiste ein. Nutzer können einen vergangenen Zeitraum markieren, um einen Eintrag anzulegen, einen vorhandenen Eintrag zur Korrektur öffnen oder den eigenen Eintrag auf die richtige Zeit verschieben. Tages- und Zeitraumssummen machen den erfassten Aufwand schnell erfassbar; Personen- und Projektfilter sorgen auch in größeren Arbeitsbereichen für Übersicht.
Die drei Ansichten der Zeiterfassung beantworten unterschiedliche Fragen:
| Ansicht | Welche Frage beantwortet sie? |
|---|---|
| Kalender | Wann hat die Arbeit stattgefunden? |
| Liste | Was wurde erledigt, von wem und woran wird gerade gearbeitet? |
| Stundenzettel | Wie viel Zeit ist pro Projekt und Tag angefallen? |
Sehen, wer woran arbeitet – ohne weitere Statusnachricht
Besonders praktisch ist der Listenbericht. Laufende Zeiteinträge erscheinen ganz oben und zeigen die Kennzeichnung Aktiv, die Arbeitsbeschreibung, das Projekt, das Teammitglied und die fortlaufend aktualisierte Dauer.
Manager erhalten so einen schnellen Überblick über die aktuelle Tätigkeit der Personen, die sie verwalten dürfen. Statt mehrere Teammitglieder mit der Frage „Woran arbeitest du gerade?“ zu unterbrechen, können sie zuerst in Resource Planner nachsehen. Das erspart sowohl dem Manager als auch allen Personen, die sonst antworten müssten, eine kleine Unterbrechung.
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Aktive Einträge stehen oberhalb des Protokolls abgeschlossener Arbeiten. So ist sofort erkennbar, wer woran arbeitet und wie lange die aktuelle Sitzung bereits läuft.
Diese Sichtbarkeit folgt dem bestehenden Zugriffsmodell des Arbeitsbereichs. Administratoren können das gesamte Team einsehen, Manager sehen die Personen in ihrem Zuständigkeitsbereich und Mitglieder ihre eigene Zeit. Sichtbarkeit bedeutet jedoch nicht, die Kontrolle über fremde Einträge zu übernehmen: Jeder Nutzer kann ausschließlich die eigenen Zeiteinträge bearbeiten oder stoppen. Im Screenshot sieht die aktuelle Person bei ihrem eigenen aktiven Timer eine Stoppschaltfläche; der aktive Eintrag des anderen Teammitglieds ist schreibgeschützt.
Ziel ist ein gemeinsamer betrieblicher Kontext, keine Überwachung. Ein laufender Timer ist ein unkompliziertes Signal dafür, woran gerade gearbeitet wird. Manager können damit unnötige Statusfragen vermeiden, besser verstehen, wohin die Aufmerksamkeit fließt, und entscheiden, ob ein Gespräch tatsächlich notwendig ist.
Erfasste Tätigkeiten in einen nützlichen Team-Stundenzettel verwandeln
Einzelne Einträge werden wertvoller, wenn sie als Muster betrachtet werden können. Die Stundenzettelansicht gruppiert die erfasste Zeit nach Projekt und zeigt die Dauer für jeden Tag im ausgewählten Zeitraum. Zusätzlich berechnet sie Tages-, Projekt- und Gesamtsummen.
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Der Team-Stundenzettel verdichtet einzelne Einträge zu Projekt- und Tagessummen, die gefiltert und für weitere Auswertungen exportiert werden können.
Manager und Administratoren können mehrere Teammitglieder und Projekte auswählen und anschließend eine Woche, einen Monat oder einen frei gewählten Berichtszeitraum prüfen. Vorgaben für häufig benötigte Zeiträume beschleunigen wiederkehrende Auswertungen. Listen- und Stundenzettelberichte lassen sich außerdem nach Excel exportieren. Dabei bleiben nützliche Angaben wie Person, Projekt, Aufgabe, Beschreibung, Start- und Endzeit sowie gegebenenfalls die Dauer erhalten.
Diese Berichte sind nicht nur ein Protokoll der Vergangenheit. Sie liefern Belege für künftige Entscheidungen. Verbraucht ein Projekt wiederholt mehr Stunden als erwartet, sollte die nächste Schätzung womöglich mehr Kapazität vorsehen. Taucht eine Arbeitskategorie regelmäßig auf, obwohl sie im Plan fehlt, sollte sie künftig wahrscheinlich berücksichtigt werden. Verteilt sich die Arbeit ständig auf zu viele Projekte, braucht das Team möglicherweise klarere Prioritäten.
Eine solche Auswertung passt gut in eine wöchentliche Besprechung zur Ressourcenplanung. Statt den nächsten Plan aus dem Gedächtnis zu besprechen, kann das Team sowohl die aktuelle Planung als auch die zuletzt geleistete Arbeit einbeziehen. Im Glossar des Ressourcenmanagements finden Sie außerdem Erklärungen zu verwandten Begriffen wie Zeiterfassung, Auslastung und Abweichung.
Den Kreislauf zwischen Planung und tatsächlicher Arbeit schließen
Eine einfache Rückkopplung für die Planung sieht nun so aus:
- Planen: Verfügbare Kapazität den Projekten und Aufgaben zuweisen, die erledigt werden sollen.
- Erfassen: Tatsächlich geleistete Arbeit mit dem Timer oder durch manuelle Einträge festhalten.
- Auswerten: Kalender-, Listen- und Stundenzettelansicht nutzen, um Zeitpunkt, aktuelle Tätigkeit und Projektsummen zu verstehen.
- Verbessern: Die gewonnenen Erkenntnisse bei der Aufwandsschätzung und Kapazitätsverteilung für den nächsten Zeitraum anwenden.
Eine einzelne Datenwoche beantwortet noch nicht jede Planungsfrage. Mit der Zeit entsteht aus der tatsächlich geleisteten Arbeit jedoch eine wertvolle Historie. Schätzungen werden fundierter, wiederkehrende ungeplante Arbeit wird sichtbar und Gespräche über Kapazitäten müssen sich weniger auf Intuition stützen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Zeiterfassung in der Ressourcenplanung?
Zeiterfassung in der Ressourcenplanung bedeutet, die tatsächlich geleistete Arbeit für dieselben Personen, Projekte und Aufgaben festzuhalten, die auch in der Kapazitätsplanung verwendet werden. Die Planung beschreibt die erwartete Verteilung; Zeiteinträge zeigen, wofür der Aufwand wirklich eingesetzt wurde.
Warum sollte man Zeiterfassung und Kapazitätsplanung verbinden?
Die Verbindung schafft eine Rückkopplung. Teams können tatsächliche Projektzeiten nutzen, um künftige Schätzungen zu verbessern, im Plan fehlende Arbeit zu erkennen und realistischere Kapazitätsentscheidungen zu treffen, ohne Daten aus getrennten Systemen abgleichen zu müssen.
Können Manager aktive Timer ihres Teams sehen?
Ja. Im Listenbericht sehen Manager aktive Einträge der Teammitglieder in ihrem zulässigen Zuständigkeitsbereich, einschließlich Beschreibung, Projekt und laufender Dauer. Sie können diese Einträge prüfen, aber den Timer einer anderen Person weder bearbeiten noch stoppen.
Kann Zeit manuell erfasst und exportiert werden?
Ja. Nutzer können abgeschlossene Einträge manuell hinzufügen und ihre eigenen Aufzeichnungen korrigieren. Die Daten aus Listen- und Stundenzettelberichten lassen sich zur weiteren Auswertung oder Weitergabe in eine Excel-Arbeitsmappe exportieren.
Die Zukunft mit Erkenntnissen aus der Vergangenheit planen
Resource Planner zeigte bereits, was das Team zu tun beabsichtigte. Die Zeiterfassung ergänzt die andere Hälfte des Bildes: was das Team tatsächlich getan hat.
Das Ergebnis ist mehr als eine laufende Uhr. Es ist eine praktische Verbindung zwischen geplanter Kapazität, täglicher Arbeit und der nächsten Planungsentscheidung. Diese Verbindung hilft Teams, vermeidbare Statusfragen und unbelegte Annahmen durch gemeinsame, verwertbare Daten zu ersetzen.